Category: Gesellschaft


Ein weiteres Creative-Commons Projekt daß ich hier vorstellen möchte kommt aus der Region Potsdam-Mittelmark und ist eine Initiative der JOB e.V.

Das Projekt möchte einen Bildband aus Fotografien von Jugendlichen herstellen, die die Beelitz-Heilstätten in Fotos, Bildern und Texten uA aus Archiven darstellen soll.

Der Initiator freut sich über Spenden und rege Beteiligung an dem Fortschritt des Projektes „Beelitz-Heilstätten, ein Buch“

Zur Zeit laufen ja wieder in Rheinland-Pfalz die Umfragen zu Breitbandbedarf in den Kommunen.Dabei ist der Bedarf klar, und das schon seit vielen Jahren. Auch wenn Alternativen wie UMTS zur Verfügung stehen, ist dies doch kaum vergleichbar mit einer Kabel- oder Glasfasergebundenen Versorgung. Denn während bei mobiler Internetversorung immer der Faktor Trafficvolumen (bei fast allen Anbietern liegt diese bei 5GB im Monat) eingeschränkt ist und bei Überschreitung mit einer Zwangsdrosselung der Geschwindigkeit verbunden ist, bestehen bei Festnetz-Anbindung keinerlei Grenzen im zu übertragenden Volumen und Geschwindigkeit. Die Telekom wehrt sich beim Ausbau mit allen Mitteln, da die Investitionen in den Netzausbau ja schließlich wieder über einen bestimmten Zeitraum eingenommen werden will, und das fällt im Gegensatz zu einer durchschnittlichen Kundendichte von 1000 pro Hauptanschluss in Städten wesentlicher leichter als in dünnbesiedelten Räumen auf dem Land mit durchschnittlich 100 Kunden pro Hauptanschluss. Daher spricht selbst die Telekom von „Breitbandarmut geht uns alle an“ was schon geradezu Zynisch klingt, wenn man bedenkt, daß die BRD mit 30% größter Einzelanteilsaktionär der Telekom ist, und in ihren seit Jahren aufgelegten Investitionsprogrammen für Breitband-Initiativen für eine schnelle Umsetzung dieser Ziele wirbt. Fast sämtliche Initiativen seitens der Verbandsgemeinden mit Wettbewerbern der Telekom standen daher schon nach kurzer Zeit wieder vor dem Aus, da sich die Telekom vollkommen inkooperativ bei den Zugängen zu ihren Verteilerknoten für die „last mile“ zeigte. Man gewinnt immer mehr den Eindruck, daß hier eine starke Lobby-Politik betrieben wird, die die Telekom schützen und Wettbewerber systematisch ausgrenzen soll. Hier sind die Piraten in besonderer Weise gefragt, denn die Hauptkompetenz der Piratenpartei liegt eben in Fragen der „Digitalen Gesellschaft“ und eine ihrer Kernforderungen ist die Einstufung von Breitbandzugängen für Jedermann als Grundversorgung wie Wasser und Strom. Zudem ist auch gerade im ländlichen Raum eine Breitbandversorgung unabläßlich für die wirtschaftliche Entwicklung kleiner und mittlerer Unternehmen, steigert den Verkausfwert von Immobilien und Bauplätzen und beschert damit den ohnehin schon klammen Kommunen neue Steuereinnahmen, um so wichtige Projekte wie kostenlose KITA-Plätze finanzieren zu können. Die bisherige und weiterhin sich an der politischen Macht befindliche SPD in Rheinland-Pfalz hat in den letzten 8 Jahren keine besonderen Anstrengungen gezeigt, hier etwas zu verändern, und mit den Grünen als Kooalitionspartner wird dies sicherlich keine Steigerung erfahren.Da bleiben nicht viele Möglichkeiten für die Kommunen. Aber eine ist zB das alte und in den letzten Jahren strark vernachlässigte Modell der Genossenschaft. Hier könnte wieder ein auf einer starken Gemeinschaft ausgelegtes System etabliert werden um Rheinland-Pfalz zukunftssicher zu machen. AHOI

Habe vorhin im SPON den Artikel zu der RTL-Serie „Super Nanny“ gelesen (http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,757091,00.html). Das habe ich an sich auch erwartet, das die Jugendschützer hier mal einschreiten. Ich selber habe einige Folgen gesehen, und war doch ziemlich entsetzt, daß da die Leute von RTL untätig rumstehen und es zulassen, daß Kinder von ihren Eltern geschlagen und gedemütigt werden. Insgesamt ist das Format ziemlich daneben, weil es Kinder zum Objekt degradiert und in der Öffentlichkeit vorführt. Und das alles nur wegen Zuschauerzahlen. Also moralisch unterste Schublade, was da die Programmmacher von RTL veranstalten. Das eigentlich Schlimme ist aber, wie es in dem Artikel nochmal herrausgestellt wird, der katastrophale Einfluss auf Kinder und Jugendliche, die sich diese Sendungen anschauen. In meinen Augen vollkommen verantwortungslos. Und da muss ich mal sagen, daß ich froh bin, daß es hier Behörden gibt, die da auch mal einschreiten und diese Sachen unterbinden und an den Pranger stellen. Für mich als Pirat aber auch wieder einmal ein Gedankenanstoß, bei unseren Thema Jugend-Medien-Staats-Vertrag JMStV doch auch einmal genauer hinzuschauen, um zu verstehen, welche Motivation besteht, Internet-Zensur, wie das bei den Piraten genannt wird, einzuführen. Im Internet kommt man an noch viel härtere Sachen in Punkto Verwerfliches dran, und hier gibt es keine Behörde, die da mal einschreiten kann. Natürlich führt das im engeren Sinne zu Zensur, keine Frage, denn wie sollte man auch solche Inhalte für Jugendliche sperren? Aber berührt das nicht auch all die anderen Internetnutzer, die volljährig und aufgeklärt sind? Wie also soll man dieses Problem lösen? Es lagen ja einige Konzepte auf dem Tisch, wurden heiss in Gremien und Medien diskutiert, es gab Proteste und machtpolitische Spielchen. Es wurden wirklich schlimme Argumentskeulen geschwungen, letzt endlich kam es zu keiner Mehrheit in den Länderparlamenten. Dies wurde dann auch von allen Gegners als Sieg gefeiert, für ein freies Internet, gegen eine alles regulierende Zensur. Aber eine wirkliche Lösung gibt es immer noch nicht. Und dieses Thema wird uns noch sehr lange beschäftigen. Jetzt wird versucht, diese Zensur über andere Themen zu etablieren, siehe Glückspiel-Staatsvertrag. Aber ist das nicht ein Herumdoktern an Symptomen? Vielleicht sollten wir mal nicht immer auf die Auswirkungen schauen und alles immer dem Staat überlassen. Wir sollten mal wieder in unsere Gesellschaft schauen, insbesondere das Verhältnis Eltern-Kind-Medien betrachten? In meinen Augen werden diese sozialen Themen nicht ausreichend betrachtet und die Diskussionen gehen immer wieder in Richtung Verantwortung des Staates, der Staat muss alles reglementieren, für alles und jeden muss es eine Regel, ein Gesetz, eine Vorschrift geben, alles muss dann natürlich kontrolliert und ggfls. sanktioniert werden. Und damit es auch ja gerecht zu geht, muss man alle Einzelfälle gesondert betrachten, alles bis ins kleinste Detail durchfomulieren. Ja was wundern wir uns, daß die individuelle Freiheit immer mehr eingeschränkt wird, die Regulierung im Namen der „Gerechtigkeit“ immer weiter vorranschreitet und unsere Gesellschaft bald nur noch durch Gesetze und Vorschriften definiert wird? Was ist denn dann die „Freiheit“ noch wert? Welche Freiheit haben wir denn dann noch, wenn alles durch und durch geregelt ist? Haben wir bald noch nicht einmal mehr die Freiheit, etwas zu ändern?

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